{"line1":"Da war ein Stein, den ich einmal sah,","line2":"trocken,","line3":"verhärtet,","line4":"fest.","line5":"Er muss schwer sein.","line6":"So unansehnlich, dachte ich.","line7":"Doch als ich ihn aufhob,","line8":"wie leicht er war","line9":"und weich,","line10":"gar kein Stein.","line11":"Mit meinen Händen","line12":"brach ich ihn auseinander,","line13":"und enthüllte die oh-so-saftigen Kerne","line14":"eines Granatapfels.","line15":"Hätte ich auf die Gedanken gehört,","line16":"nach denen ich zuerst geurteilt hatte,","line17":"nie hätte ich","line18":"solch einen Geschmack gekannt.","seoTitle":"Unansehnlicher Stein — Ein Gedicht darueber, nicht nach dem Aeusseren zu urteilen","seoDescription":"Ein Stein, der Granatapfelkerne offenbart. Eine Meditation ueber die truegerische Natur erster Eindrucke und verborgene Schoenheit.","keywords":"Gedicht ueber den Schein, nicht nach dem Aeusseren urteilen Gedicht, verborgene Schoenheit Poesie, Granatapfel Gedicht, erste Eindrucke Gedicht"}