{"line1":"Reist du","line2":"weil du gerne neue Orte siehst","line3":"oder weil du Angst hast, stillzustehen?","line4":"Du gehst immer weiter","line5":"zu den Orten, an denen du schon warst","line6":"wahllos","line7":"ohne rechten Rhythmus oder Grund","line8":"Ah, aber ich erinnere mich","line9":"du reist nicht wegen der Veränderung","line10":"sondern für Eroberungen","line11":"Prahlrechte","line12":"im Dienste des Großen—","line13":"dieses zarte Ego","line14":"zwischen deinen kahlen Lappen","line15":"'Ich bin der meistgereiste der Welt'","line16":"willst du, dass alle es wissen","line17":"ganz oben auf allen Listen","line18":"Und so bewegst du dich weiter","line19":"weniger besorgt darüber, was vor dir liegt","line20":"als vielmehr, wer hinter dir herjagt","line21":"schwer atmend","line22":"auf deinem haarigen Nacken","seoTitle":"Der Reisende — Ein satirisches Gedicht über Ego und Reisen","seoDescription":"Ein beißendes Gedicht über einen Mann, der nicht aus Entdeckerfreude reist, sondern aus Eroberungsdrang — von Pemba Umoja.","keywords":"der reisende gedicht, ego reisen poesie, satirisches gedicht, Pemba Umoja"}