Der Mann, Der Alle Liebte
Eine Moderne Parabel Über Serendipität
Er betrat das Flugzeug, setzte sich auf seinen Lieblingssitz am Gang und zog sein Tagebuch heraus, während er sein Mineralwasser nippte.
"Die ganze Reihe für mich allein," lächelte er.
"Entschuldigung," sagte eine junge Frau, "ich sitze am Fenster."
Sie setzte sich, stellte ihr Mineralwasser zurecht und zog ihr Tagebuch heraus.
Sie begann zu schreiben.
Der Mann, der alle liebte, konnte nicht anders, als es zu bemerken.
Sie bemerkte es auch.
Sie schrieben ein paar Zeilen, sahen sich an, schrieben noch ein paar Zeilen, sahen wieder hinüber.
Schließlich schüttelten sie die Köpfe und lächelten einander an, als ob das Universum spielte.
"Was haben Sie in Panama gemacht?" fragte sie.
Er antwortete.
"Und Sie?" fragte er.
"Oh, mein Vater besitzt viel Land dort. Wir haben einen Platz am Meer. Es ist so schön."
Sie hielt inne und musterte ihn. "Vielleicht könnten wir mal dorthin fahren und ein bisschen Spaß im Meer haben."
Er lachte und wurde ein wenig rot.
Dachte an seine zwei Jungen und seine schöne Frau.
Die Zeit verflog. Bald kamen sie an.
Sie stiegen zusammen aus dem Flugzeug. Sie musste in Montreal umsteigen.
Sie wartete darauf, dass er nach ihrer Nummer fragte, als sie sich verabschiedeten, als wäre es erwartet, als wäre es vorbestimmt.
"Es war schön, Sie kennenzulernen," sagte er.
Ihr Gesicht verzog sich leicht. Ihre Augen sprachen stumm.
"Es war schön, Sie kennenzulernen auch."
Dann ging sie in die pulsierende Menge davon.
A story by Pemba Umoja