Fragen an Papa

Ein Vater, ein Sohn und ein Kännchen Tee

Fragen an Papa — a story by Pemba Umoja

"Papa, Papa!"

"Ja, mein Sohn."

"Was soll ich tun?"

"Was meinst du, mein Sohn?"

"Mit meinem Leben, Papa."

"Nun, du bist noch sehr jung. Du hast viel Zeit, dich zu entscheiden."

"Nein, Papa. Ich meine, auf welchen Weg soll ich mich konzentrieren? Geist, Körper oder Seele?"

"Das ist eine wirklich große Frage, mein Sohn."

"Der Geist. Das Ego. Was die Leute von mir denken. Beliebt sein. Dazugehören, Papa.

Der Körper. Viel Eis essen. Küsse bekommen."

Er kichert.

"Wie du und Mama.

Oder die Seele. Was ist die Seele, Papa?"

"Sohn, diese Fragen sind eine Nummer zu groß für mich.

Aber der Geist ist mehr als nur ein selbstsüchtiges Ego."

Der Vater starrt seinen Sohn an.

"Versuchst du dich vor der Schule zu drücken?"

Der Sohn lächelt verschmitzt.

"Und der Körper ist mehr als Küsse und Eis, auch wenn ich beides liebe.

Was ist mit Sport? Fitness?

Sohn, willst du mir sagen, dass du keinen Grünkohl mehr essen willst?"

Der Sohn lächelt erneut verschmitzt.

"Und nun die Seele…

Sie ist ungefähr alles, was von uns bleiben mag.

Gute Taten. Gebete.

Das sind wertvolle Dinge, mein Sohn.

Versuchst du, dich vor dem Beten zu drücken?"

Der Sohn lächelt verschmitzt.

"Hat das deine Frage beantwortet, mein Sohn?"

"Ja, Papa.

Aber ich habe noch viele mehr."

"Warte, mein Sohn.

Lass mich ein Kännchen Tee aufbrühen.

Lass uns in den Garten gehen.

Ich werde mein Bestes tun.

Vielleicht ist die beste Antwort eine Frage, mein Sohn.

Was auch immer du tust,

stell sie immer weiter."

A story by Pemba Umoja