Verschlafenes Städtchen
Welch Wagnis im Fortgehen liegt – und im Bleiben.
Es birgt ein Wagnis, jenes verschlafene Städtchen zu verlassen.
Du könntest dich wider Willen verlieben.
Du könntest ausgleiten und fallen.
Du könntest unermessliche Reichtümer entdecken,
beraubt werden,
hundert Sonnenuntergänge sehen,
in ein allzu langes Gespräch mit einem Einheimischen geraten,
ein Nickerchen unter einem lauschigen Baum halten.
Vielleicht also,
vielleicht nur,
klingt das Bleiben in jenem verschlafenen Städtchen verlockender als zuvor.
Denn schließlich,
könntest du all dies wohl auch tun
ohne je
deine Koffer zu packen.
A poem by Pemba Umoja