Flug

Schweben

Flug — a poem by Pemba Umoja

Alles beschleunigte sich.
Ich war auf einer Autobahn, der Wind in meinem Haar.
Dann begann das Lenkrad zu zittern.
Ich war zu schnell. Ich konnte nicht bremsen.
Ein kalter Wind umhullte mich, aber ich konnte die Fenster nicht schliessen.
Das Auto fuhr mich.
Seine Geschwindigkeit hatte mich mitgerissen.
Wir rasten gefahrlich bergab Richtung Pazifik.
Ich konnte das Lenkrad nicht drehen.
Ich steuerte auf die Klippe zu.
Und dort geschah es.
Als mein Auto durch die Leitplanke brach, konnte ich es sturzen sehen — aber ich war nicht mehr darin.
Ich war eine Mowe, die uber den Klippen kreiste.
Ich konnte das Auto explodieren sehen, orangene Flammen tief unten, bevor die riesigen Wellen das Feuer loschten.
Gleitend durch die Luft zum Horizont, in den Sonnenuntergang.
Alles, was aus jenem Leben zahlte, hatte ich noch — die Liebe der Familie, meine Seele, Frieden.
Zum ersten Mal spurte ich den Wind unter meinem Flugel—
der mich schweben liess.

A poem by Pemba Umoja